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Mehrtagesfahrt nach Berlin vom 14. bis 18. April 2017

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Am Karfreitag, 14. April 2017, starteten wir um 8 Uhr zu unserer diesjährigen Mehrtagesfahrt. Es geht nach Berlin. Höhepunkt soll das Spiel gegen „Eisern Union“ sein. Voller Vorfreude werden die Mitreisenden in Sprendlingen, Wolfsheim, Jugenheim, Stadecken-Elsheim sowie Nieder-Olm eingesammelt. Nach vielen Staus auf der Strecke und unserem obligatorischen Mittagsmahl, das mal wieder keine Wünsche offen ließ,  kamen wir gegen 20.30 Uhr in unserem Hotel Abacus am Tiergarten an. Das herrlich zubereitete Buffet, das wir alle nach dem einchecken einnahmen, hat die trübe Stimmung sofort wieder vertrieben und das anschließende gemütliche Beisammensein machte uns wieder versöhnlich mit den Strapazen der Anreise.

Der Samstag ist mit Besichtigungen verplant. Nach dem Frühstück geht es Richtung Regierungsviertel, wo wir uns gegen 10 Uhr mit dem Bundestagsabgeordneten Marcus Held am Paul-Löbe-Haus trafen. Herr Held stellte sich gerne unseren Fragen und gab Einblicke in die politischen Abläufe unserer Regierung. Wir bestaunten das großzügige Gebäude und lauschten den Erläuterungen und Erklärungen. Danach ging es ins Reichstagsgebäude. Von der Ebene des Sitzungssaales der Bundestagsabgeordneten ging es hinauf zu den Sitzungssälen der einzelnen Fraktionen. Im Saal der SPD-Fraktion konnten wir die Atmosphäre erahnen und Herr Held beantwortete geduldig unsere Fragen. Den Abschluss krönte der Gang in die Kuppel des Reichstagsgebäudes. Allerdings ließ das Wetter keine Weitsicht zu, so dass wir unter Glas lediglich die April-Wetterkapriolen hinnehmen mussten. Ein kleiner Imbiss am Bus, der Gottlob ohne großen Regenschauer eingenommen werden konnte, stärkte uns für die anschließende Stadtrundfahrt. Es ging 3 Stunden an verschiedenen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei und Ansgar unser Reiseführer informierte uns ganz nach Berliner Art über viel „Neues aus der Hauptstadt“. Der Rest des Tages wurde individuell gestaltet, mal zum Einkaufen, mal zum Besuch von Freunden. Einige gingen abends in die Szenekneipe „Berliner Tagblatt“, die als Treffpunkt der Berliner FCK-Fans gilt. Viele trafen sind in der Nacht an der Hotel-Bar um bei einem Nachttrunk Neuigkeiten auszutauschen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Fußballs. Ausgestattet mit allem, was ein Fußballfan zum Anfeuern seiner Mannschaft benötigt sind wir mit dem Bus Richtung „Alte Försterei“ gestartet. Schnell hatte uns das Fußballfieber angesteckt und der ein oder andere traf Bekannte aus der Pfalz. Leider hat unsere Mannschaft nicht das gegeben, was wir uns erhofft hatten und so sind wir gesenkten Hauptes mit einer Niederlage von 3:1 vom Platz gegangen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Union Berlin die bessere Mannschaft war. Entsprechend niedergeschlagen war die Rückreise und den Rest des Tages verbrachten wir individuell. Einige besuchten eine Berliner Eckkneipe in der Nähe unseres Hotels.

Nach dem vorzüglichen Frühstück steuerte uns Gernot in seiner bewährten freundlichen Art nach Potsdam, wo wir auf dem Marktplatz schon von Ansgar, unserem Reiseführer, erwartet wurden. Er führte uns zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt und erzählte uns von der Geschichte Potsdams. Die Fahrt ging durch die großzügigen Parkanlagen mit Orangerie, Botanischer Garten und vieles mehr. Am Schloss Sanssouci besuchten wir das Grab vom Alten Fritz und genossen die Sonne bei einem Spaziergang durch die Grünanlagen, die uns mit vielen Frühlingsblühern begrüßten. Ein rauher Wind aus Ost ließ uns allerdings bald wieder zum Bus eilen. Cecilienhof sind wir zwar angefahren, war aber wegen Renovierungsarbeiten momentan nicht zu besichtigen.

Die Fahrt ging u.a. an der russischen Kolonie Alexandrowka, die König Friedrich Wilhelm III. von Preußen in den Jahren 1826/27 für die letzten zwölf russischen Sängern eines ehemals aus 62 Soldaten bestehenden Chores anlegen ließ, vorbei; ebenso an der „Verbotenen Stadt“, die zwischen Neuem Garten und Pfingstberg liegt (dort waren über 100 Villen und Liegenschaften von der sowjetischen Militäradministration beschlagnahmt worden) sowie dem holländischen Viertel. Das Holländische Viertel zu bauen, gab Friedrich Wilhelm I., der "Soldatenkönig", in Auftrag. Um den dringend nötigen Ausbau der Garnisonsstadt Potsdam zu bewältigen, bedurfte es einer großen Zahl gut ausgebildeter Handwerker. Diesem "Fachkräftemangel" wollte man durch das Anwerben holländischer Handwerker begegnen. Als Lockmittel sicherte Friedrich Wilhelm I. potentiellen Einwanderern neben einem eigenen Haus auch Gewissensfreiheit und die Aussicht auf ausreichende Arbeitsaufträge zu.
Herrliche Villen säumten die Strecke, aber auch Häuser, die noch Renovierungsbedarf aufwiesen. Nach einer Pause in der Innenstadt suchten wir die Cafes auf. Graupelschauer und Sonnenschein waren auch an diesem Tag unser Begleiter, eben Aprilwetter.

Den Abend beendeten wir mit einem vorzüglichen Büffet und einige zogen sich relativ früh zurück, denn leider waren die mit Spannung erwarteten Tage so gut wie vorbei. Auch wenn unser Fußballspiel gegen Union verlorenging, der VfB kämpfte gegen Bielefeld wie ein Löwe, so dass uns ein Relegationsplatz erspart blieb. Noch! Die Hoffnung stirbt zuletzt! Nach dem Heimspiel am Wochenende gegen 1860 München, das wir mit Hilfe der „Löwen“ mit 1:0 gewinnen konnten,  dürfen wir wieder hoffen. Die Stimmung auf dem Betzenberg war jedenfalls wie in alten Zeiten.
Am Dienstagmorgen ging es nach dem Frühstück zügig zum Bus und wir traten die Heimreise an. Sturm, Regen und Graupel waren auf der Rückfahrt unsere ständigen Begleiter. Selbst unsere Mittagspause musste zeitlich verschoben werden, weil es zu heftig regnete. Doch irgendwann geht jede Reise zu Ende und wir sind wieder in der Heimat angekommen. Andreas und seine Frau sind tags zuvor mit dem Flugzeug zurück und hatten auch so ihre Rückreiseprobleme.

Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, die Unterkunft und die Ausflüge waren vorzüglich. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Alle, die wieder für die vorzügliche Verpflegung gesorgt haben.

Stephanie Schmidt, Schriftführerin